Joseph Schreiber

Davids Vater

Description:

Ein breit gebauter und scheinbar trainierter Mann Anfang bis Mitte 40. Sein schwarzes Haar trägt er normalerweise nach hinten gelegt. Mit 1.89 ist er ein gutes Stück größer als der Durchschnitt und nutzt das in Verbindung mit seiner beeindruckenden Statur in seinem Job gerne zu seinem Vorteil. Sein hageres, fast ausgemergeltes Gesicht zeigt Spuren eines wilden und harten Lebens, seine stechenden tiefbraunen Augen die er auch an seinen Sohn vererbte liegen tief eingesunken in den Augenhöhlen über hohen Wangenknochen.

Bio:

David über seinen Vater:

“Naja, mein Dad…

Wir reden nicht viel. So gut wie gar nicht. Manchmal glaube ich, er hasst mich. Dafür, dass ich es kontrollieren kann, dass ich nicht so wie er mit dem Fluch geschlagen bin. Oder gerade WEIL ich mit dem Fluch geschlagen bin. Aber vielleicht irre ich mich auch. Mag daran liegen, dass wir selten mehr als ein simples Hallo wechseln wenn er todmüde von der Arbeit kommt.

Er war wohl mal Soldat. Für eine lange Zeit. Er ist nämlich älter, als er aussieht. Etwa 40 Jahre. Nicht mal meine Mom weiß sein genaues Alter, aber er müsste jetzt so um die 87 sein. Hat die hässlichsten Kriege gesehen. Afrika, Korea, Vietnam, Jugoslawien. Überall dort, wo es hässlich wurde, hat er gedient. Ich kann nur raten, aber ich glaube, er tat das um zu vergessen. Dem wenigen zufolge, was ich weiß, ist er vor etwas davon gerannt. Einmal ist ihm was raus gerutscht, da war er betrunken. So wie es aussieht, floh er vor seiner eigenen Familie.

Ja, theoretisch entstammen mein Dad und ich aus einer großen Sippe von Werwölfen, solche die ihr “Erbe” ernst nehmen. Dad hatte wohl keine Lust darauf, was auch immer das für Verpflichtungen mit sich bringt, und rannte weg. Verleugnete, was er war und wurde Soldat bei der Army. Durch Bestechung und Tausch schaffte er es immer seinen Dienst so zu legen, dass es nie an Vollmond war. Ist ihm all die Jahre gut gelungen. Allerdings weiß ich nicht, was der Rest unserer Familie davon hält.

Irgendwann lernte er dann Mom kennen, während er auf Heimaturlaub war. War wohl zuerst nicht einfach, aber zusammen bewältigten sie zuerst die Probleme mit ihrer Familie und dann auch sein… anderes Problem. Das heißt, nachdem er es ihr endlich erzählt hatte. Ihr zuliebe ließ er sich sogar dann in Sunnydale nieder, gab den Soldatenberuf auf und wurde Polizist. Das fiel ihm nicht allzu leicht, aber schließlich hatte meine Mom auch einiges für ihn geopfert. Wirklich glücklich wurde er damit jedoch nie, glaube ich.

Ein paar Jahre später wurde dann ich geboren. Irrationalerweise hatte mein Dad Hoffnung, ich hätte irgendwie den Fluch nicht geerbt, dass das Blut meiner Mutter ihn irgendwie gecancelt hätte. Als ob das ein Gen wäre. Das bange Warten dauerte nicht lange. Bereits am ersten Vollmond nach meiner Geburt verwandelte ich mich und zerlegte meinen Laufstall zu Kleinholz. Für Mom war es nicht allzu schwierig. Sie hatte sich schon an den Gedanken gewöhnt, ihren Sohn zur Stubenreinheit erziehen zu müssen. Dad brach es jedoch das Herz. Um seinen Schmerz zu vergessen, stürzte er sich in Arbeit. All die Jahre hatte er, von den Vollmondnächten abgesehen, diesen Werwolf-Unsinn vergessen können und jetzt platzte es in Gestalt seines Sohnes wieder in sein Leben.

Warum Dads Enttäuschung noch größer wurde, als ich mit 9 plötzlich (als ob es so plötzlich gewesen wäre, immerhin hatte ich hart gearbeitet, um meinen Willen zu behalten) an Vollmond unter Kontrolle hatte, konnte mir selbst Mom nie erklären. Seine Welt stürzte einfach komplett zusammen. Als Mom und ich ihm das am nächsten Tag am Frühstückstisch stolz erzählten, sah ich einfach nur, wie in seinen Augen etwas zerbrach. Dann strich er mir über den Kopf, lächelte melancholisch wie er es so oft tut, stand auf und hat seitdem so gut wie nicht mehr mit mir geredet.

Mein Dad. Ein stiller, disziplinierter Mann. Ein Mann, der nie mit mir Baseball gespielt hat, weil ich so eine große Enttäuschung für ihn war. Der Werwolf, der Soldat, der Polizist, der Ehemann.

Aber leider kein Vater."

Joseph Schreiber

Buffy - First class Basti